Verleihung New Talent Award 2007 Preisträgerin Juliane Eirich Die 27jährige Münchner Fotografin - Juliane Eirich - erhielt die mit 5.000 Euro Preisgeld dotierte Auszeichnung am 17. Oktober im Rahmen einer Feierstunde im Hamburger Jahr Top Special Verlag.  Die von Gerd-Rainer Frost (Produktmanager Voigtländer) und Manfred Zollner (stellv. Chefredakteur FotoMagazin) überreichte Urkunde zeichnet diese Nachwuchsfotografin aus, deren Werk bereits eine eigenständige Herangehensweise an das Medium erkennen lässt und daher besonders in dieser frühen Phase mit dem Preisgeld gefördert werden soll. Frau Eirich, die einen Zwischenstopp in Hamburg von Ihrer Reise von Südafrika nach Korea einlegte, hilft das Preisgeld bei der Verwirklichung Ihrer zukünftigen Projekte. Zu den anwesenden Gratulanten gehörten u.a. Franz Raith (Chefredakteur FotoMagazin) sowie Claudia Endres (Leitung Marketing/Vertrieb RINGFOTO) und Jutta Erhardt (Leitung Marketing Voigtländer). Der New Talent Award wurde 2006 von Voigtländer (anlässlich des 250jährigen Firmenjubiläums), in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift fotoMAGAZIN ins Leben gerufen und wird nun jährlich vergeben.  Sehen Sie hier die Award-Siegerin 2007: Wenn die Nacht kommt, wird die Architektur manchmal erst vollends zur gebauten Skulptur, isoliert der schwere Mantel der Dunkelheit die Gebäude von ihrer umgebenden Stadtstruktur und individualisiert sie. Bestrahlt durch künstliche Lichtquellen, wird dann der Bau zur Bühne eines surrealen Schauspiels, das keine Zuschauer sucht. Und sie doch verdient. Denn nun siegt die Form über die Funktion. Wir, die Betrachter dieser monumentalen urbanen Haus-Skulpturen, reagieren plötzlich emotional, wo sonst wildes Alltagsgetöse unsere Sinne betäubt und fesselt. Juliane Eirich sucht genau diese Momente. Wir stehen vor Eirichs Bildern, lassen das subtile Farb- und Formenspiel inmitten all der nächtlichen Schwarzschattierungen auf uns wirken. „Mir gefallen Orte, die ungewollt, bzw. ungeplant ästhetisch sind und ürsprünglich nicht dazu gedacht waren, ins nächtliche Rampenlicht gestellt zu werden.“, erklärt das 27-jährige vielversprechende deutsche Fototalent. Ihr liegt diese ruhige Arbeitsweise, die die Nachtfotografie mit sich bringe.„Es ist ein langsamer, entspannter, aber gleichzeitig konzentrierter Prozess. Optisch reizt mich die künstlichmodellhafte Ästhetik und sowohl die Licht-, als auch die Farbstimmung, die durch die nächtliche Beleuchtung entsteht.“ Ihre Bilder strahlen eine irritierende Ruhe aus. Der Blick dieser jungen Fotokünstlerin verschmilzt ihr architektonisches Empfinden, ihren Sinn für die Schönheit und die Absonderlichkeiten zeitgemäßen Bauens mit ihrer Sensorik für die surrealen Stimmungen und die Dramen der Nacht. Wenn sie nächtens in der schneebedeckten Landschaft ihrer bayerischen Heimat fotografiert, schimmert der Schnee matt kontrastierend zum Neon-Porscheschild in der dörflichen Umgebung. Tradition und Moderne prallen aufeinander, das Schwarz der Dunkelheit taucht die weiße Landschaft ins Sentimentale, der Neonkitsch holt diese Stimmung zurück. Eirich ist eine Virtuosin der Nachtaufnahme. www.julianeeirich.com     NEW TALENT Award Zu unserem 250. Firmenjubiläum (2006) haben wir - als der älteste Kamerahersteller der Welt - anläßlich dieses großen Geburtstages erstmals den mit 5.000 € dotierten NEW Talent Förderpreis gestiftet. Der New Talent Award geht an junge, aufstrebende Fotografen(innen), die mit einem sehr individuellen Ansatz und hoher Ausdruckskraft überzeugen können. Dieser Preis wird nun jährlich in Kooperation mit der Zeitschrift fotoMAGAZIN verliehen, wobei die Kandidaten-Auswahl vom Fachautor und Experten Manfred Zollner (DGPh), dem stellvertretenden Chefredakteur des fotoMAGAZINs getroffen wird. Sehen Sie hier den Award-Sieger 2006: In seinem Projekt „Blue Sky“ hat Frank Herfort in Moskau eine wundersame Welt im Wartezustand inszeniert. Die Menschen auf diesen Bildern scheinen in einen tiefen Schlaf versunken. Herforts surrealen Inszenierungen entwickeln sich durch das Verhältnis der Menschen zum öffentlichen Raum. Dabei entstehen Bilder von Seelenzuständen. Die kühle Ästhetik alter Sowjetbauten, die Aura der Materialien Marmor und Holz im Kontrast zur schlichten Kleidung der Abgebildeten (die Herfort vor Ort um ihr Mitwirken bat) verleihen diesen Bildern eine intensive narrative Stimmung. www.frankherfort.de  |